10 Bibelverse zur Ehe - mit kurzen Erläuterungen

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Hier findest du 10 grundlegende Bibelverse zur Ehe. Gott räumt der Ehe einen wichtigen Platz im Leben der Menschen und in der Bibel ein. Verschaffe dir einen Überblick mit diesen Versen und den kurzen Erklärungen dazu.

Ehe im Alten Testament

Die Ehe ist Gottes Idee

Gott der HERR sprach: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Ich will ihm eine Hilfe machen – ein Gegenüber, das ihm entspricht." (1. Mose 2,18)

Dies ist nur der erste Vers der Erklärung Gottes zur Ehe. Lies 1. Mose 2,18-25 selbst und du wirst besser verstehen, warum Gott die Ehe erschaffen hat und was ihr Sinn ist. Frau und Mann, Mann und Frau, jeder braucht den anderen, gemeinsam spiegeln wir die Ebenbild Gottes.

Verbindliche Entscheidung

Das Ja-Wort soll bei der Heirat nicht leichtfertig und gedankenlos gegeben werden. Eine klare Entscheidung, mit diesem bestimmten Menschen eine Verbindung für den Rest des Lebens einzugehen, sollte jeder der beiden Eheleute getroffen haben.

Sie riefen Rebekka und fragten: "Willst du mit diesem Mann ziehen?" Sie antwortete: "Ja, ich will." Da nahmen sie Abschied von ihrer Schwester Rebekka und deren Amme. Dann liessen sie die beiden mit Abrahams Knecht und dessen Leuten ziehen. (1. Mose 24,58-59)

Die Verbindlichkeit, d. h. den Willen und die Fähigkeit, diese Verbindung aufrechtzuerhalten, ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Ehe.

Liebe in der Ehe

Jakob sah Rahel mit der Herde ihres Vaters Laban. Der war ein Bruder seiner Mutter. Sofort wälzte er den Stein von der Brunnenöffnung und tränkte Labans Herde. Dann küsste er Rahel und begann laut zu weinen. (1. Mose 29,10-11)

Vielleicht kann man es Liebe auf den ersten Blick nennen, doch auf jeden Fall ist es keine Verliebtheit. Verliebtheit kann ein Paar zusammenführen, doch die Liebe ist es, die ein Paar zusammenhält. Mit Liebe ist die aufopfernde, fürsorgliche Liebe gemeint, nicht das "rosarote" Gefühl.

Treue in der Ehe

Der Prophet Maleachi macht deutlich, dass die Treue innerhalb der Ehe für Gott einen sehr hohen Stellenwert hat. Verwunderlich ist das nicht, denn die Verbindung zweier Eheleute symbolisiert für Gott die Verbindung von Christus zur Gemeinde. Untreue ist ein ernstes Vergehen und zieht Konsequenzen nach sich.

Bleibt vernünftig und betrügt die Frauen nicht, mit denen ihr seit eurer Jugend zusammen seid. (Maleachi 2,15)

Lies Maleachi 2,13-16 selbst, um den Ernst der Lage gut zu verstehen. Gott richtet diese Warnung insbesondere an die Männer.

Ehe im Neuen Testament

Untreue in der Ehe

Untreue zerbricht das Band des Vertrauens, die Grundlage aller Beziehungen.

Jeder, der sich von seiner Frau scheiden lässt, der macht sie zur Ehebrecherin – außer, sie war vorher schon untreu. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht ebenso Ehebruch. (Matthäus 5,32)

Harte und deutliche Worte, Jesus selbst sagt sie uns: Eine Scheidung ist nicht akzeptabel. Sie bringt unermesslichen Schaden mit sich und für Christen gibt es nur einen möglichen Grund: Einer der beiden Ehepartner ist untreu, zerstört also das Vertrauen und damit die Grundlage der Ehe-Beziehung.

Ehe ist unauflösbar

Dieser Bibelvers ist ein Klassiker jeder (christlichen) Hochzeit.

Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ganz eins. Was Gott so verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen! (Matthäus 19,6)

Auch diese Aussage ist von Jesus. Er verweist hier auf die Ur-Ordnung Gottes: Ehe ist die engste Verbindung von zwei Menschen und sie ist durch Gott geschaffen. Deshalb ist es auch sein Wille, dass eine Ehe unauflösbar ist. Um auf den vorherigen Punkt zurückzukommen: Hier wird noch einmal deutlich, dass Untreue eine schwere Sünde ist.

Der Tod trennt die Ehe

Lies Römer 7,2-3 selbst und dieser Punkt wird dir noch klarer werden. Hier ein Ausschnitt aus den beiden Versen:

Eine verheiratete Frau zu Beispiel ist durch das Gesetz so lange an ihren Mann gebunden, wie er lebt. (Römer 7,2)

Der Tod entbindet die Ehepartner von der Treue einander gegenüber. Stirbt einer der beiden Eheleute, ist der andere frei, erneut zu heiraten. Für die erneute Ehe gelten dann natürlich die gleichen Prinzipien wie für die vorherige Ehe.

Praktische Liebe

Die Ehe basiert nicht auf Gefühlen, sie basiert auf der praktischen Liebe.

Ordnet euch einander unter; tut es aus Ehrfurcht vor Christus! (Epheser 5,21)

Eine Ehe hat nichts mit Verliebtheit zu tun, sie beruht auf Liebe. Mit Liebe ist kein romantisches Gefühl gemeint, sondern die praktische Liebe, die sich in den kleinen und großen Worten und Handlungen des Alltags zeigt. Diese Liebe beginnt damit, dass jeder sich dem anderen unterordnet in dem Sinne, dass er die Bedürfnisse des Partners höher schätzt als die eigenen. Mit Christus ist das möglich!

Symbol für Christus und die Gemeinde

Ich bin überzeugt, dass hier von Christus und der Gemeinde die Rede ist. (Epheser 5,32)

Diesen Satz schreibt der Apostel Paulus im gleichen Abschnitt, in dem schon über die praktische Liebe in der Ehe die Rede ist. Lies Epheser 5,21-33 selbst, um zu verstehen, was eine von Gottes Geist geprägte Beziehung ausmacht. Eine wunderbare Beziehung, die am deutlichsten in der Beziehung von Jesus zu seiner Gemeinde zum Ausdruck kommt.

In jeder Hinsicht ehrenwert

Die Ehe soll bei allen (oder: in jeder Hinsicht) in Ehren gehalten werden: es darf zwischen Mann und Frau keinerlei Untreue geben.(Hebräer 13,4)

Dieser Satz steht in einem Abschnitt, in dem es um das tägliche Leben unter der Führung Jesu geht. Die Ehe ist ein hohes Gut und sie soll von uns in Ehren gehalten werden, nicht nur theoretisch, sondern jeden Tag wieder und jeden Tag neu. "Die Dauer trägt die Last", dieser Satz gilt auch hier.


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